Fallberichte
Dieses klinische Fallbuch enthält Fallberichte über das Implantatsystem BioniQ®, das auf Einfachheit und Effektivität basiert. Es erfüllt hohe Ansprüche an die langfristige Funktionsfähigkeit sowie an die Ästhetik. Das moderne System stellt Instrumente nicht nur zur Freihand-Chirurgie, sondern auch zur schablonengeführten Chirurgie zur Verfügung.

Verzögerte Implantation und Sofortbelastung beim Teenager in der ästhetischen Zone
Doc. MUDr. Martin Starosta, Ph.D.
Anamnese
Eine 18-jährige Patientin klagte über eine wiederkehrende Fistel am Zahn 21. Bei einem Fahrradunfall vor fünf Jahren hatte sie sich eine Verletzung der Oberlippe und eine Subluxation des linken oberen Schneidezahns zugezogen. Nachdem das Weichgewebe genäht und der Zahn 21 repositioniert worden war, wurde sie von ihrem Zahnarzt weiterbehandelt. Vor vier Jahren kam es zu einer Verfärbung des Zahns. Mehrere endodontische Behandlungen folgten. Da der Zahn wackelte, wurde er mit den umgebenden Zähnen mittels eines Komposits verblockt.
Sofortimplantation und minimalinvasive Socket Seal-Technik
MUDr. Vaclav Veselsky
Anamnese
Ein 66-jähriger Patient im Allgemeinen gesund, nahm keine Dauermedikamente, Nichtraucher. Er kam in unsere Praxis aufgrund einer akuten Fraktur des intakten Zahnes 14. Es wurde eine Sofortimplantation mit minimalinvasiver Socket-Seal Technik und „Poncho“-Technik geplant. Nach einer schonenden Extraktion des frakturierten Zahnes, ohne den Alveolarknochen zu beschädigen, wurde ein 10 mm langes Implantat BioniQ® Tapered mit einem Durchmesser von 4 mm im Raum der ehemaligen rechten Wurzel eingesetzt. Zur Augmentation wurde OssaBase-HA von LASAK verwendet.
Schablonengeführte Chirurgie BioniQ® bei geringem Knochenangebot
MUDr. Pavel Hyspler
Anamnese
Eine 52-jährige Patientin hatte Probleme mit ihrem Implantat an der Stelle des Zahnes 36, das in einer anderen Praxis vor ungefähr 6 Jahren eingesetzt worden war. Es schien eine Implantatlockerung zu entstehen. Auf dem OPG war ein großer Knochenverlust um das Implantat herum sichtbar, der durch Periimplantitis verursacht wurde. Daher wurde das Implantat entfernt und der Defekt exkochleiert. Nach drei Monaten wurde eine CBCT-Aufnahme für die Planung eines neuen Implantatersatzes erstellt. Nach Abwägung aller Optionen wurde ein anguliertes Implantat ausgewählt, das so inseriert wird, dass es an dem Verlauf des Mandibularkanals vorbeigeht.
Implantation mit schablonengeführter Pilotbohrung BioniQ® in Kombination mit dynamischer Navigation
MUDr. Jiri Hrkal
Anamnese
Eine 65-jährige Patientin, gesund und Nichtraucherin, stellte sich in unserer Praxis vor. Es war notwendig, eine unbefriedigende festsitzende Versorgung zu entfernen, die von den Zähnen 17, 15 und 14 getragen wurde, sowie den Zahn 14 zu extrahieren. Die Zähne 17 und 15 wurden endodontisch behandelt. Es wurde ein 14 mm langes Implantat BioniQ® Straight mit Durchmesser von 3,5 mm für Regio 14 eingeplant. Es wurden eine festsitzende metallkeramische Zahnbrücke auf den Zähnen 17–15 und eine metallkeramische implantatgetragene verklebte Zahnkrone vorgesehen. Nach Abwägung der klinischen Situation und der verfügbaren Optionen ging man auf eine Kombination aus schablonengeführter Pilotbohrung und dynamischer Navigation ein.
Richtige Implantatprothetik für langfristigen Erfolg mit Implantaten BioniQ® Plus
Dr. Volker Bonatz, M.Sc., M.Sc.
Anamnese
Die über 70-jährige Patientin mit einem deutlich subcoronal zerstörten Zahn 26, der in eine über 30 Jahre alte Brückenkonstruktion einbezogen war. Der zerstörte Zahn 26 sowie die Wurzeln wurden ohne Osteotomie entfernt. Es wurde geplant, Implantate BioniQ® Plus in den Bereichen 25 und 27 einzusetzen.
Vollnavigierte Implantation mit drei Implantaten BioniQ®
MUDr. Jiri Hrkal
Anamnese
Ein 76-jähriger Patient, gesund und Nichtraucher, stellte sich in unserer Praxis zur Behandlung eines einseitig verkürzten Zahnbogens im rechten Unterkiefer vor. Er verlangte einen festsitzenden, implantatgetragenen Zahnersatz. Aufgrund von CBCT-Scan und der Abdrucknahme wurde eine festsitzende verschraubte metallkeramische Zahnbrücke und die Insertion von drei Implantaten BioniQ® in Regiones 45, 46 und 47 geplant.
Implantate und Prothetik für den alternden Patienten
Dr. Volker Bonatz, M.Sc., M.Sc.
Anamnese
Der 70-jährige Patient mit Beschwerden im rechten Unterkiefer im Bereich einer ca. 30 Jahre alten Brücke. Mögliche initiale apikale Osteoitiden bzw. eine Wurzelfraktur. Befund: ein subkoronal zerstörter mesialer Brückenpfeiler 45 und ein auf Aufbiss druckdolenter Zahn 47. Augmentation sollte vermieden werden, in den atrophierten Arealen sollten besonders schmale Implantate inseriert werden. Wegen eines fehlenden Antagonisten war der Ersatz des Zahnes 47 durch ein drittes Implantat nicht erforderlich.
Implantatprothetik im atrophierten Ober- und Unterkiefer mit 2,9mm Implantaten BioniQ®
Dr. Volker Bonatz, M.Sc., M.Sc.
Anamnese
Die Patientin stellte sich mit unterer anteriorer Restbezahnung und einer durchgehenden, circa 35 Jahre alten und längst mobil gewordenen Oberkieferbrücke vor. Die Kaufähigkeit war reduziert und mit Schmerzen verbunden. Nach der Zahnextraktion wurden insgesamt zehn Implantate BioniQ® mit Ø 2,9 mm eingesetzt. Die schablonengeführte Pilotbohrung wurde ausgewählt. Aufgrund der ausgeprägten Atrophie wurde auf eine abnehmbare Lösung in beiden Kiefern abgezielt. Tragbare Interimsprothesen gingen den finalen Versorgungen für etwa drei Monate voran.
Vollständige Gebissrekonstruktion mit Implantaten BioniQ® und BioniQ® Plus
Doc. MUDr. Martin Starosta, Ph.D.
Anamnese
Eine 58-jährige Frau, Raucherin. Der zahnlose Oberkiefer, Alveole erhalten, behandelt mit einer Deckprothese seit 4 Jahren. Eine nicht funktionsfähige festsitzende von Zähnen 45, 43, 33, 35 getragene Brücke in der Mandibula und noch ein getrennter Molar 46. Auf Wunsch der Patientin wurde zuerst der Unterkiefer behandelt. Die Maxilla wurde mit einer von sechs Implantaten getragenen festsitzenden Versorgung erst nach einem Jahr nach Beendigung der erfolgreichen Behandlung des Unterkiefers behandelt.
21 Jahre in Funktion: Behandlung eines Knochendefektes ohne Verwendung von KEM durch Implantate mit Ø 2,9 mm
MUDr. Jaroslav Tvrdik
Anamnese
Der Patient kam im Mai 2002 mit Zahnschmerzen in Regio 36 in die Praxis. Der Zahn wurde extrahiert und die Entzündung geheilt. Aufgrund der Lückenbreite und dem Alveolarknochenvolumen wurden zwei Implantate IMPLADENT mit dem Durchmesser von 2,9 mm im Juni 2003 implantiert. Nach der Einheilung wurde eine mit Adoro verblendete Metallzahnkrone aufgesetzt. Während der folgenden 21 Jahre in Funktion stellte sich der Patient in der Praxis zu regelmäßigen Recalls vor. Die Versorgung musste einmal neu gestaltet werden. Die Implantate waren bei der letzten Kontrolle, im März 2024, also nach 21 Jahren in Funktion stabil. Aufgrund des Vergleichs von Röntgenaufnahmen kam es im Laufe der Jahre zu keiner Resorption um die Implantate.
23 Jahre in Funktion: Implantat mit Ø 3,7 mm nach einem Trauma des Frontzahnes
MUDr. Jaroslav Tvrdik
Anamnese
Der Patient stellte sich 14 Tage nach der aufgrund eines Traumas erfolgten Zahnextraktion in Regio 11 mit der Bitte um einen implantatgetragenen Zahnersatz in der Praxis vor. Im März 2001 wurden Änderungen im Bereich der geplanten Implantation festgestellt. Eine Sequestrektomie wurde durchgeführt und die Lücke mit einem abnehmbaren Provisorium behandelt. Die implantologische Behandlung wurde für den Oktober 2001 geplant. Das Implantat IMPLADENT mit dem Durchmesser von 3,7 mm und in der Länge von 12 mm wurde im November 2001 eingesetzt. Nach dem Einheilen des Implantats wurde im Juni 2002 eine metallkeramische Krone aufgesetzt. Der Patient kam zu regelmäßigen Recalls. Weder subjektive noch objektive Änderungen wurden erkannt. Der ursprüngliche Zahnersatz ist auch trotz des signifikanten Bruxismus nach 23 Jahren funktionsfähig und ästhetisch zufriedenstellend.
Der erfolgreich ersetzte Molar 14 Jahre in Funktion
MUDr. Jaroslav Tvrdik
Anamnese
Die Patientin stellte sich im Juni 2008 mit Zahnschmerzen in Regio 16 in der Praxis vor. Eine Zyste war auf der Röntgenaufnahme unter dem Zahn 16 sichtbar. Der Zahn wurde extrahiert, die Zyste exkochleiert und die Entzündung ausgeheilt. Das Regio verheilte befriedigend auch ohne Verwendung von Knochenersatzmaterialien. Es konnte ein Implantat IMPLADENT mit Durchmesser von 3,7 mm und in der Länge von 12 mm im Mai 2010 eingesetzt werden. Bei dem letzten Recall im Mai 2024 war das Implantat voll funktionsfähig und das umliegende Gewebe gesund.